Mamma mia!

August 1, 2008

Worum geht’s: Ehm… tausende ABBA-Songs, die irgendwie in einen Film eingebaut wurden, dessen Handlung ich eigentlich schon wieder vergessen habe.

Okay, womit fange ich an.. vielleicht damit: Warum habe ich mir diesen Film angekuckt? Nun, ganz einfach. Als jemand, der ABBA abgrundtief und aus tiefster Überzeugung verabscheut, musste ich mich einfach selber davon überzeugen, dass diese Verfilmung des erfolgreichen Musicals nichts anderes sein kann als Müll. Leider muss ich gestehen, dass dem nicht so ist.

Dass wir uns gleich mal über eine Sache einig sind: ich hasse Musicals! Ich hasse ABBA! Ich hasse Szenen, in denen Schauspieler mitten im Dialog beginnen Lieder zu schmettern, als wäre es die normalste Sache der Welt. Und dennoch kann ich nachvollziehen, warum dieser Film und das dazugehörige Musical so erfolgreich sind/war.

In den eineinhalb Stunden werden unzählige ABBA-Songs zum besten gegeben. Und wisst ihr, was das erschreckende an der ganzen Sache ist? Bis auf 3 habe ich alle gekannt und konnte sogar den Refrain mitsingen (wenn ich gewollt hätte natürlich)! ABBA-Songs sind einfach immer schon dagewesen und jeder Mensch kennt sie! Man sollte dazusagen, dass das Schauspielensemble hier schon auch verdammt viel zur guten Stimmung beiträgt, allen voran eine entfesselte Meryl Streep. Aber auch Stellan Skarsgård, Pierce Brosnan und Colin Firth sind mit vollem Einsatz dabei und schmettern sich einen Wolf.

Ich hätte an dieser Stelle so gerne gesagt, was für ein beschissener Film das nicht war. Leider kann ich das nicht tun. Auch wenn ich die 90 Minuten nur schwer durchgehalten habe und sich am Ende eine Lacke auf meinem Kinosessel gebildet hatte, kann ich dennoch nicht derart über „Mamma mia!“ herziehen, wie ich das gerne getan hätte. Es ist einfach ein nettes, harmloses Filmchen, das Menschen glücklich machen soll. Und wenn ABBA’s Lieder schon nicht besonders tiefsinnig sind – DAS schaffen sie auf jeden Fall!

Fazit: Feelgood Movie, der ABBA-Fans die Freudestränen in die Augen treiben dürfte.

imdb-Rating: 7,0 – Link

Einen Stern gibt’s weniger… habe ich schon erwähnt, wie sehr ich eigentlich Musicals hasse?

Wanted

Juli 31, 2008

Worum geht’s: Der ewig gefrustete Bürohengst Wesley (James McAvoy) erfährt eines Tages, dass er der Sohn eines Profikillers und seines Vaters Spezialfähigkeiten geerbt hat. Als ihn ein gewisser Sloan (Morgan Freeman) der Kopf der „Bruderschaft“ durch die heisse Braut Fox (Angelina Jolie) kontaktiert und ihm anbietet, einer von ihnen zu werden um den Mörder seines Vaters zu erledigen, braucht er nicht lange überlegen…

Jössas, Kinder! Also das hier ist mal wieder so ein Fall, wo der Trailer echt Lust auf mehr macht, man sich lange auf den Film freut, sich denkt, das könnte mal wieder ein geiles Effektgewitter werden und dann… ist das Scheißding sogar noch um ein paar Ecken geiler als angenommen!

Hut ab, was einem hier nicht ganz zwei Stunden lang geboten wird ist einfach endgeil. Stylische Ballereien, haarsträubende Flugbahnen von Kugeln, die jedem Physiker die Zehennägel hochklappen lassen dürften, Verfolgungsjagden, Schlägereien, Messerstechereien, explodierende Köpfe, coole Sprüche, eine verdammt geile Angelina, ein supercooler Morgan Freeman, ein echt lässiger James McAvoy. Fuck, in diesem Film stimmt einfach alles!

Voraussetzung dafür, dieses geile Stück Kino zu genießen ist es jedoch, sich einfach zurückzulehnen und die teils haarsträubenden Actionszenen zu genießen, ohne sich ständig zu überlegen, wie um alles in der Welt dieser Scheiß den überhaupt möglich sein soll und ob alles wirklich Sinn macht. Nein, Kugeln, von zwei Waffen abgefeuert, die in der Mitte der Flugbahn aufeinandertreffen (zweimal!!!), das kommt ja gar nicht in die Tüte! Oder einfach nur das Stichwort Auftraggeber = Webstuhl. Ich sage Drauf geschissen! Wanted ist ohne Zweifel einer der lässigsten und optisch beeindruckendsten Filme, die ich dieses Jahr gesehen habe.

Fazit: Ansehen! Ansehen! VERDAMMT NOCHMAL, BEWEGT EUREN ARSCH UND SEHT EUCH DIESES TEIL AN!!!

imdb-Rating: 7,3 – Link

[Rec]

Juli 23, 2008

Worum geht’s: Ein spanisches Fernsehteam begleitet ein Feuerwehrteam auf einem Einsatz. Als die Truppe ein Wohnhaus betritt, wo es einen Zwischenfall mit einer alten Frau gab, wird das gesamte Gebäude plötzlich von den Behörden abgeriegelt und niemand kommt mehr hinaus. Als sich herausstellt, dass in dem Haus etwas Furchtbares vor sich geht, beginnt die fieberhafte Jagd nach einem Ausweg aus der Falle.

Also ich habe ja echt schon einige Horrofilme gesehen. Aber es ist immer wieder nett, sich einen reinzupfeifen, wo man keine Ahnung hat, worum es geht und es dann so richtig volle Kanne in die Fresse bekommt. Leider kann ich ncht allzu viel über die Story verraten um niemandem den Spaß zu verderben.

Tatsache ist, [Rec] ist einfach cool anzusehen. Wie schon „The Blairwitch Project“, „Cloverfield“ oder „Diary of the Dead“ erlebt man das Geschehen aus der Ego-Perspektive des Kamermanns. Im Gegensatz zu den genannten Titeln vermag [Rec] jedoch voll und ganz zu überzeugen, man wird das gefühl nicht los, einen Tatsachenbericht mitzuerleben, was zuletzt natürlich den großartigen Schauspielern zu verdanken ist.

Großes Kompliment auch an den Editor dieses Films, der es geschafft hat, minutenlange Sequenzen schnittlos erscheinen zu lassen. Trägt verdammt viel zur Authentizität bei und ist einfach saugeil anzusehen.

Fazit: Klasse Horrorstreifen mit einigen derben Schockmomenten.

imdb-Rating: 7,8 – Link

Felon

Juli 23, 2008

Worum geht’s: Als Wade Porter (Stephen Dorff) einen Einbrecher erschlägt, landet er überraschenderweise im Knast. Dort muss er einige unschöne Entscheidungen treffen um überleben und wieder zu seiner Familie zurückkehren zu können. Als der ewig einsitzende John Smith (Val Kilmer) in Wade’s Zelle einzieht, lernt er einiges über das amerikanische Justizsystem.

Ich hatte immer schon was übrig für Knastfilme. Ich finde auch Stephen Dorff ganz okay und Val Kilmer ist trotz dem einen oder anderen Rohrkrepierer auch immer wieder gut für brauchbare Filme. Felon bietet im Grunde alles, was ein Knastfilm braucht: fiese Wärter und einen einzigen menschlichen unter ihnen, fiese Insassen, einer schlimmer als der andere, die todunglückliche Frau die „gemeinsam mit ihrem Mann Zeit absitzt“, den alten Hasen, der immer wieder gute Tipps auf Lager hat und natürlich den tragischen Helden, der „nur seine Zeit in Ruhe absitzen will“ und den man dies aber leider nicht lässt.

Somit wäre eigentlich auch schon alles über diesen Film gesagt. Klingt jetzt vielleicht so, als wäre er schlecht, ist er aber gar nicht mal so. Mein Problem war einfach nur, dass er einfach zu vorhersehbar ist und somit relativ unspektakulär. Es wird zwar solides Schauspielhandwerk geboten, das war’s dann aber auch schon wieder.

Fazit: Vorhersehbarer Knast-Film mit netten Prügeleinlagen und einem fetten Val Kilmer mit Killer-Goatee.

imdb-Rating: 7,9 – Link

Worum geht’s: Kurz nach der Handlung des ersten Teils folgen Harold und Kumar Harold’s neuer Flamme nach Amsterdam. Dummerweise werden sie im Flugzeug für Terroristen gehalten, was ihnen kurzerhand einen Aufenthalt im gefürchteten Guantano Bay beschert. Ehe sie dort das berüchtigte „Meat Sandwich“ eines Wärters genießen dürfen, eröffnet sich die Möglichkeit zur Flucht, die sie natürlich sofort ergreifen. Sie treten die lange Reise zurück nach Amerika an um sich von den falschen Beschuldigungen reinzuwaschen, während sich ihnen die Behörden an die Fersen heften.

Okay, das kann man echt getrost kurz und knackig halten. Wer den ersten Teil (Harold and Kumar go to Whitecastle) gesehen hat, weiß auch hier, was ihn erwartet. Jede Menge beknackter Sprüche, Titten, Muschis, kranke Typen, irre Situationen und der göttliche Neal Patrick Harris aka Doogie Howser.

Dieser Film ist ein Road Trip, der es in sich hat. Auch wenn Teil zwei im Vergleich zu Whitecastle etwas abstinkt, gab es doch immer wieder Hammerszenen, die mich von der Couch gefetzt haben. Die schauspielerischen Leistungen der Beiden sind beschissen wie gehabt, das tut dem Spaß aber keinen Abbruch. Harold and Kumar ist die Art von Film, die man sich mit ein paar Kumpels reinpfeift, nachdem man sich die Hucke weggesoffen, oder wie in diesem Fall eher angebracht, weggeraucht hat.

Fazit: Hirn auf Halbmast und genießen. Harold and Kumar are the Shizzle!

imdb-Rating: 7,3 – Link

Never back down

Juli 17, 2008

Worum geht’s: Nach dem Tod seines Vaters prügelt sich Jake (Sean Farris) gerne. Nach einem erneuten Umzug in eine neue Stadt gerät Jake in den Sog einer Untergrundbewegung, die sich fightclubmäßig in Hinterhöfen die Scheiße aus dem Leib prügelt. Der charismatische Ryan (Cam Gigandet) der die Szene dominiert hat von Jake’s Ruf als Schläger gehört und möchte klarstellen, wer hier das Sagen hat.

Nun.. was soll ich sagen – schon als Karate Tiger 1986 rauskam, konnte ich nicht anders, als mir diesen vorhersehbaren, stupiden Film ankucken. Warum? Weil ein Außenseiter die Fresse vollgehauen bekommt, sich einem derben Training unterzieht und danach den Bad Guy unglaubwürdigerweise aber sowas von aus den Shorts haut, dass diesem noch wochenlang die Hoden brummen dürften. Sowas sieht man sich einfach gerne an!

Tatsache ist: es hat sich seit damals eigentlich nichts getan. Ich bin die ganze Zeit am Überlegen, ob das gut ist oder schlecht. Natürlich, die Story von „Never back down“ kommt nicht ganz so beknackt daher, die Mädels sehen allesamt zum Anbeissen aus und die Jungs haben Sixpacks, wo man als Mann einfach nur weinend zusammenbricht und hoch und heilig verspricht ab morgen ins Fitnesscenter zu gehen. Aber reicht das heutzutage aus?

Ich sage, es reicht! Wenn man sich so einen Streifen ansieht, dann gehört man zu den Menschen, die auf Kampfsportarten stehen. Man darf sich keine hochtrabenden Dialoge oder schauspielerischen Leistungen erwarten, obwohl Djimon Hounsou (Gladiator) als Trainer Jean Roqua durchaus überzeugt. Was hier zählt, sind einzig und allein die Kampfszenen und die sind einfach Bombä, wie der gemeine Krocha so schön zu sagen pflegt.

Fazit: Schön anzusehen, egal ob Frauen, Männer oder Kämpfe. Den Ton kann man bei Bedarf aber ruhig weglassen.

imdb-Rating: 5,5 – Link

Worum geht’s: Andy (Philip Seymour Hoffman) hat Geldprobleme. Kurzerhand schlägt er seinem Bruder Hank (Ethan Hawke), der aufgrund einer Scheidung und dadurch bedingten Alimentenzahlungen notorisch an Geldmangel leidet, vor, den Juwelierladen ihrer Eltern auszunehmen. Eh alles versichert, ein todsicherer Job. Der Job läuft jedoch alles andere als perfekt und löst Ereignisse aus, welche die Brüder in Teufels Küche bringen.

Es gab einen Grund, mir den Film anzusehen: Philip Seymour Hoffman. Ich mag den Kerl einfach. Egal, was für eine abgedrehte Figur er verkörpert, seine schrullige Art und seine Originalstimme sprechen mich einfach an. Als ich während des laufenden Films dann auch noch mehrmals (!!!) Marisa Tomei’s (übrigens wunderschöne) Titten erblicken durfte, war ich überhaupt hin und weg.

Dies ist so ein Film, wo man von Anfang an weiß, dass alles irgendwie Scheiße laufen wird. Und wenn dann tatsächlich die Handlung den Scheißepfad einschlägt, sagt man sich „Scheiße, ich hab’s ja geahnt!“ und suhlt sich in dem Gefühl, gottseidank nicht an der Stelle dieser zwei Pfeifen zu stecken, die sich immer tiefer in die Scheiße reiten. Ich mag dieses Gefühl. Es erinnert mich an meiner Schulzeit. Aber das ist ein anderes Thema.

Die Stoy springt zwar immer wieder vor und zurück um alles aus verschiedenen Perspektiven zu zeigen und fügt sich erst zum Schluß zu einem Ganzen, aber man verliert eigentlich nie wirklich den Überblick, auch wenn ich die eine oder andere Information, die man auf diese Weise erhält durchaus weggelassen hätte, weil sie nicht unbedingt erforderlich ist. Aber wer bin ich schon..

Fazit: Beklemmende Geschichte mit tollen Darstellerleistungen und einem „Das war ja sooo klar!“-Effekt.

imdb-Rating: 7,5 – Link

Kung-Fu Panda

Juli 7, 2008

Worum geht’s: Der Panda Po träumt davon, Kung-fu Kämpfer und mit der legendären Truppe „The furious Five“ auf Achse zu sein um das Böse zu bekämpfen. Dumm nur, dass er Suppenkoch in der Nudelküche seines Vaters (ein Hahn) ist und auch noch ein kleines Gewichtsproblem hat. Als nach tausend Jahren endlich ein neuer Drachenkrieger bestimmt werden soll, der sich dem fiesen Bösewicht Tai Lung entgegenstellen soll, fällt die Wahl überraschenderweise auf Po, der sich dieser Aufgabe alles andere als gewachsen sieht.

Also, Dreamworks ist echt the shizzle! Was die Typen mit Shrek angefangen haben, führen sie mit Kung-Fu Panda dermaßen perfektioniert weiter, dass man eigentlich nur mit offenem Mund dasitzen und dabei dämlich grinsen kann. Wer glaubt, dass er hier ausschließlich Kinderkost serviert bekommt, irrt sich gewaltig. Dreamworks scheint, so wie Pixar, genau zu wissen, dass man diese Filme für die Erwachsenen machen muss, die daraufhin ihren Nachwuchs ins Kino zerren um eine Entschuldigung zu haben, sich solche Filme anzusehen.

Kung-Fu Panda sieht irre cool aus, hat eine sehr nette Story, witzige Gags und macht einfach rundherum Spaß. Wer des Englischen mächtig ist, sollte sich auf jeden Fall die Version reinpfeifen, da sich hier folgende Hollywoodgrößen ein akkustisches Stelldichein geben: Jack Black, Dustin Hoffmann, Angelina Jolie, Ian McShane, Jackie Chan, Lucy Liu und Seth Rogen.

Fazit: Perfekt animierter Kung-Fu-Spaß, der sich sowohl was Musik, als auch Optik betrifft, an die Kung-Fu-Knüller aus den Siebzigern bezieht und einfach Spaß macht.

imdb-Rating: 8,1 – Link

Hancock

Juli 7, 2008

Worum geht’s: Der ewig blaue Superheld Hancock (Will Smith) hat es geschafft: die Bevölkerung von Los Angeles hasst ihn, obwohl er die Bad Guys fängt. Dummerweise legt er dabei ständig die halbe Stadt in Schutt und Asche. Der PR Berater Ray Embrey (Jason Bateman), dem Hancock das Leben rettet, beschließt, das zu ändern und den gebeutelten Helden einer radikalen PR-Kur z unterziehen. Aber irgendwie scheint das seiner hübschen Frau Mary (Charlize Theron) gar nicht zu gefallen..

Nun, es gab mehrere Punkte, die gegen diesen Film sprachen, der gewichtigste unter ihnen: Will Smith spielt mit. Ich kann einfach nichts tun, jedes mal, wenn ich denke, dass der Kerl in einem halbwegs interessanten Film mitspielt, entpuppt sich das ganze im besten Fall als mittelschweres Fiasko, so wie zuletzt in der goldenen Himbeere „I am Legend„, das scheinbar doch noch sein Publikum gefunden hat, aber ich lasse mich so leicht nicht verarschen!

Wie auch immer, ich muss zugeben, dass mich Hancock doch überzeugen konnte. Will Smith schafft es sogar ein paar mal „Fuck“ zu sagen, ohne rot zu werden und bringt er die Rolle des Antihelden echt verdammt glaubhaft rüber. Auch Jason Bateman, der mir zuletzt in „The Kingdom“ positiv aufgefallen ist, kauft man seine Rolle ab, auch wenn er vielleicht einen Tick zu sehr auf Gut-Mensch macht. Naja, und dann ist da noch das Geschoss Charlize Theron, der ich ja ungeschaut und ohne wenn und aber Hundekot vom Stöckelschuh lecken würde und fertig ist ein Gespann, das den Film über die gesamte Länge trägt.

Die Special Effects sind ebenso vom Feinsten. Was die da rumfliegen, Autos und Kinder durch die Luft schmeissen, Güterzüge zum Stehen bringen, Hochhäuser zerdeppern und Krater im Asphalt  hinterlassen, geht auf keine Kuhhaut mehr. Sieht alles sehr cool und echt aus, erste Sahne.

So bleibt mir eigentlich nichts anderes übrig, als diesem Streifen, obwohl Will Smith darin mitspielt, tatsächlich eine halbwegs positive Bewertung zu geben, zumal der Film auch mit einer durchaus interessanten Story aufwartet, die man so sicherlich nicht erwartet.

Fazit: Cooles Superheldenspektakel mit großartigen Zerstörungsszenen.. trotz Will Smith!

imdb-Rating: 7,0 – Link

The Happening

Juni 23, 2008

Worum geht’s: Elliot Moore (Mark Wahlberg) wird Zeuge einer seltsamen Selbstmordwelle, die New York überschwemmt und eine Massenflucht zur Folge hat. Anfänglich als Terrorangriff bezeichnet, entpuppt sich die Ursache als etwas , das das Aussterben der menschlichen Rasse zur Folge haben könnte.

Gut. M. Night Shymalan hat uns ja einige nette Filme beschert, wobei sicherlich nur The Sixth Sense als hervorragend bezeichnet werden kann. Fragte ich mich bei seinem letzten Geniestreich Lady in the water noch, ob sie dem Typen jetzt endgültig ins Gehirn geschissen haben, besteht bei The Happening nun überhaupt kein Zweifel mehr daran, dass der dünne Inder nun sein letztes Stück Verstand ins Klo gespült hat. Es ist wirklich verdammt schwierig in Worte zu fassen, wie unglaublich beknackt dieser Scheissdreck ist. Ich habe in meinem Leben echt schon einiges gesehen, der letzte Film der mich derartig fassungslos zurückließ war Southland Tales. Aber der ist im Gegensatz zu diesem Hirnrotz geradezu oscarverdächtig!

Das Skript ist lachhaft, die Dialoge sind mitunter das dümmste, lächerlichste und haarsträubendste, was ich jemals gehört habe. Die schauspielerischen Leistungen von Mark Wahlberg ist so unter jeder Sau, dass ich mich echt frage, wie um alles in der Welt er sich für so einen sinnfreien Megamist hergeben konnte. Ich meine, der Typ hat in ein paar echt guten Filmen mitgemacht und sich ständig gesteigert.. und dann.. das!

Ich will mich eigentlich auch gar nicht mehr weiter über diesen Dreck auslassen, schade um jede Sekunde, die mir dieser Hurensohn mit seinem Scheißfilm gestohlen hat. Üblicherweise würde ich an dieser Stelle nun jedem empfehlen, diesen Film zu meiden. Aber man glaubt es nicht, wenn man es nicht mit eigenen Augen gesehen hat, daher also mein

Fazit: Unbedingt ansehen um der Welt davon berichten zu können, dass Ed Wood nicht mehr als miesester Filmemacher aller Zeiten angesehen werden darf. M. Night Shymalan hat das Ruder übernommen!

The king is dead! Long live the king!

imdb-Rating: 5,5 – Link

Diary of the Dead

Mai 29, 2008

Eines vorweg: Ich bin mit Zombiefilmen aufgewachsen. Bereits im zarten Alter von 7 Jahren gab ich mich Lucio Fulci’s „Ein Zombie hing am Glockenseil“ hin und konnte monatelang nicht ruig schlafen. Unnötig zu erwähnen, dass das Horrorgenre lange Zeit meinen Geschmack im Bezug auf Filme und Lektüre dominiert hat.

George A. Romero’s Filme „Night of the living dead„, „Dawn of the dead“ und „Day of the dead“ waren richtungsweisende Filme, die unzählige Filmemacher beeinflusst haben, ehe so lahme Eier wir „Land of the dead“ und nun eben „Diary of the dead“ nachgeschoben wurden.

Worum geht’s: Eine Reihe Filmstudenten (irgendwelche uninteressanten und unbekannten Nonames) sind gerade dabei, einen billigen Horrorstreifen zu drehen, als um sie herum erneut eine Zombiepidemie ausbricht. Fortan wird ohne Rücksicht alles mit der Kamera für die Nachwelt festgehalten.

Nun, ich behaupte mal einfach, dass sich Herr Romero einfach an Cloverfield orientiert hat, als er das Drehbuch zu Diary geschrieben hat. Ich kann mir gut vorstellen, wie ihm im Kino der Gedanke einschiesst, sowas wie Cloverfield zu machen, nur mit Zombies. Geil! Oder eben auch nicht.

Dass das Resultat wirklich enttäuschend sein wird, wird in den ersten paar Minuten klar. Die Kameraführung ist unter jeder Sau, die Continuity geht ständig baden, die Darsteller bemühen sich verkrampft nicht wie Darsteller auszusehen, ein Skript dürfte es nicht wirklich gegeben haben – die Typen fahren scheinbar wahllos in der Gegend herum, und das 10 kleine Negerlein Prinzip geht hier einfach nicht auf, weil es einem scheissegal ist, ob die Witzfiguren verrecken oder nicht.

Ein oder zwei nette Splattereffekte sind natürlich dabei, aber unterm Strich bietet Diary einfach nix Neues. Und bleibt mir bitte von der Pelle von wegen „sozialkritisch“. Sozialkritisch war es, die Zombies in Dawn of the dead eine shopping mall belagern zu lassen. Diary hingegen ist einfach nur heisse Luft. Wenn überhaupt.

Fazit: Enttäuschende und unnötige Fortsetzung der Zombiereihe von George A. Romero

imdb-Rating: 6,4 – Link

Ich hab’ schon wieder ein Musikvideo gedreht. Ja. Es ist fertig. Und hier ist es. Für euch. Enjoy!

The Bank Job

April 11, 2008

Worum geht’s: Terry Leather (Jason Statham) und einige Kleinganovenfreunde von ihm leeren auf einen Tipp hin den Tresorraum einer Londoner Bank. Dummerweise befindet sich unter der Beute kompromittierendes Fotomaterial. Die Folge: eine Katz und Mausjagd zwischen Terry’s Bande, diversen Geheimorganisationen und Gangsterbossen, die über Leichen gehen um wieder an den Inhalt ihrer Schliessfächer zu kommen.

Der Film basiert auf einer wahren Gegebenheit. Scheinbar dürfte sich Beginn der 70′er Jahre ähnliches in London abgespielt haben. Was einem sofort auffällt: der wirklich verdammt coole Look aus dieser Epoche. Kleidung, Autos, Frisuren, alles sieht einfach authentisch aus und trägt verdammt viel dazu bei, dass man 35 Jahre in die Vergangenheit reist um sich von dieser geilen Räuber und Gendarm Story mitreißen zu lassen.

Jason Statham ist einfach ein verdammt cooler Hund, da fährt die Eisenbahn drüber. Wie schon in Lock, Stock & two smoking Barrels, Snatch oder Crank verleiht er seinen Rollen eine Intensität, die mich immer wieder beeindruckt. Nur damit keine Mißverständnisse aufkommen: TBJ ist keine Komödie. Da werden schon mal Leute gefoltert bzw. erschossen, gelacht wird eher selten. Dafür bekommt man echt solide Spannung geliefert. Für einen Film der London der Siebziger spielt, eine echt passable Leistung.

Mitreißendes Spannungskino zum Fingernägel vernichten.

imdb-Rating: 7,8 – Link

Dexter – Season 1

April 9, 2008

Worum geht’s: Dexter Morgan, ein etwas seltsamer, aber liebenswerter Kerl, der bei der Miami Polizei als Forensiker arbeitet und auf Blut spezialisiert ist, entpuppt sich als Serienkiller, der es auf böse Menschen abgesehen hat. Als überall in der Stadt ausgeblutete und fein säuberlich drappierte Leichenteile auftauchen, beginnt ein Katz und Maus Spiel zwischen dem unbekannten Herausforderer, der bald als Ice-Truck-Killer Schlagzeilen macht und Dexter, der zu gerne herausfinden würde, wer da in seinem Territorium fischt..

Meine Güte, Kinder! Was da an geilen Serien auf dem nordamerikanischen Kontinent produziert wird, ist ja echt nicht mehr von schlechten Eltern. Dexter ist einfach der Kracher! Michael C. Hall, der allen Six feet under Sehern bestens bekannt sein dürfte, spielt den Serienkiller Dexter so verdammt überzeugend, dass es schon fast wehtut. Auch die restlichen Charaktere, wie Dexter’s Schwester Debra, der immer mies gelaunte und Lunte riechende Cop-Kollege Doakes, der sexsüchtige Masuka oder der einfältige, aber herzensgute Kollege Angel – alle runden das Gesamtding perfekt ab.

Zwölf Episoden lang begibt man sich auf die Reise und muss irgendwann erstaunt feststellen, dass die eigenen Sympatien einem Serienkiller gelten. Ich meine, wie abgefuckt ist das denn bitte? Und genau dsa ist das geile an Dexter. Man weiß, er macht schlimme Sachen, aber eben nur an Bad Guys. Er folgt Regeln, die ihm sein verstorbenen Vater und ehemaligen Cop harry Morgan (James Remar) gelehrt hat, der Dexter’s dunkle Seite früh bemerkte und ihn in die richtige Richtung lenken wollte.

Dexter’s 12 Episoden-Jagd auf den Ice-Truck-Killer, der Leichenteile in ganz Miami verstreut wie Konfetti, zählt meines Erachtens zum Besten, was es derzeit an Serien gibt. Spannung, Charme, Sex, harte Szenen, lustige Sprüche, alles da! Wer der englischen Sprache mächtig ist, sollte sich diese Serie nicht entgehen lassen, zumal es bereits eine zweite Staffel gibt und eine dritte angeblich in Planung ist. Wer Interesse hat (Season 1, Season 2)

Dexter owned einfach alles! Ansehen! Jetzt!

imdb-Rating: 9,1 – Link

The air I breathe

April 9, 2008

Worum geht’s: Basierend auf einer chinesischen Weisheit, die das Leben in die vier Bereiche Freude, Vergnügen, Leid und Liebe aufteilt, erzählt der Film die Geschichte eines Bankangestellten (Forest Whitaker), der bei einem Pferderennen sein Leben verspielt, eines Gangsters (Brendan Fraser), der in die Zukunft sehen kann, eines Arztes (Kevin Bacon), der die Liebe seinen Lebens (Julie Delpy) retten will und eines Popsternchens (Sarah Michelle Gellar), das in die Hände eines gierigen Mafiabosses (Andy Garcia) gerät.

Hm, hm und nochmals hm. Also das Ensemble an Schauspielern ist ja echt überzeugend, auch wenn ich mir verdammt schwer getan habe Brendan Fraser als nachdenklichen Mafiaschläger zu akzeptieren. Meiner Meinung nach die einzige Fehlbesetzung des Streifens. Andy Garcia ist souverän wie eh und je und auch alle anderen, der legendäre Kevin Bacon (der uns hier ein großartiges Puzzlestück für zukünftige kevin Bacon Spiele zur Verfügung stellt) inklusive.

Ich habe den Film, nachdem der Abspann lief, noch ein wenig Revue passieren lassen. Die Grundidee, mehrere Geschichten miteinander zu verweben ist ja nun nicht wirklich revolutionär. Auch hier wird einem im Grunde nicht wirklich etwas Neues geboten. Dennoch tragen alle Schauspieler dazu bei, dass man bei dieser eher vorhersehbaren Story bis zum Ende bei der Sache bleibt.

Kein Kracher, aber solide schauspielerische Leistungen nahezu aller Beteiligten.

imdb-Rating: 7,8 – Link