Fright Night – Die rabenschwarze Nacht
Januar 31, 2008
„Es gibt einige verdammt gute Gründe, sich vor der Dunkelheit zu fürchten..“ Meine Fresse, wie konnte ich dieses Juwel aus den Achtzigern nur vergessen? Als gerade mal Zwölfjähriger fuhr mir Fright Night damals ins Gebein um mich wochenlang durchzuschütteln und nachts wach zu halten. Dabei gehört dieser Vampirfilm gar nicht mal zu den besten seines Genres.
Worum geht’s: Im Nachbarhaus von Charley Brewster (William Ragsdale – ja, kennt keine Sau..) zieht ein neuer Mieter (Chris Sarandon) ein und entpuppt sich relativ schnell als Vampir. Dummerweise glaubt Charley niemand und als er den Blutsauger auch noch wütend auf sich macht, holt er sich Schützenhilfe vom abgehalfterten TV-Vampirkiller Peter Vincent (ein großartiger Roddy McDowall) um um dem Langzahn in seinem eigenen Schlupfwinkel entgegenzutreten.
Also das Poster alleine ist eigentlich schon legendär (klickt oben drauf und gebt es euch in der Großansicht!), aber auch der Film ist verdammt unterhaltsam. Auch nach über 20 Jahren habe ich noch mitgefiebert und konnte einen Großteil des Textes mitsprechen, wenn auch in Deutsch. Ich werde das Gefühl nicht los, dass es sich hierbei mal wieder um einen Film handelt, den ich mit meiner Teenagerzeit/Jugend assoziiere und der mir deswegen viel besser erscheint, als er in Wirklichkeit ist. Drauf geschissen! Fright Night ist ein cooler Vampirfilm, in dem vielleicht kein revolutionär neuer Zugang zum Thema „Langzähne“ Anwendung findet, aber alleine die Fratzen am Ende (siehe unten), die auch auf dem Poster zu sehen sind, sind es wert, sich das Teil von 1985 reinzupfeifen. Warum nicht mal zu Halloween? Jason und Freddy haben auch mal eine Pause verdient.

imdb rating: 6,6 – Link

Heath
Januar 29, 2008

1979 – 2008
Gut, ich habe einige Tage verstreichen lassen, seitdem ich von Heath Ledger’s Tod erfahren habe. Was soll ich sagen.. mein Herz blutet. Es blutet wie nach dem Tod von River Phoenix oder Tupac Shakur. Es blutet, weil die Welt mal wieder einen Schauspieler verloren hat, der durch sein zukünftiges Schaffen das Leben unzähliger anderer beeinflussen hätte können. Der durch sein Werk den Alltag anderer vielleicht etwas weniger hoffnungslos hätte gestalten können. Der uns zum Lachen oder Weinen hätte bringen können in dem er einfach nur existiert und weiterhin seiner Arbeit nachgeht.
Wir wurden alle beraubt.
Ein egoistischer, gar herzloser Gedanke? Möglicherweise. Jedesmal, wenn eine/n junge/n Schauspieler/in der Tod ereilt, kann ich nicht umhin mich zu fragen, was wohl aus ihm oder ihr geworden wäre. Was, wenn sie in ein paar Jahren die Rollen ihres Lebens hätten spielen können? Was, wenn sie sich zu den besten Schauspielern des Planeten hocharbeiten und diesen Status jahrzehntelang hätten halten können? Was, wenn sie sich einfach nur entschieden hätten durchzuhalten und ihr Leben nicht einfach auf beschissene Art und Weise zu vergeuden, sei es nun durch Absicht oder nicht.
Ich habe Heath von seinen ersten Szenen in „Der Patriot“ an ständig verfolgt. Vorher war er mir kein Begriff, aber durch folgende Filme wie „A Knight’s Tale“, „Monster’s Ball“, „The Order“, „Lords of Dogtown“, „The brothers Grimm“, „Candy“ und natürlich das großartige „Brokeback Mountain“ schaffte er es immer mehr sich zu einem meiner Lieblingsschauspieler zu mausern. Egal ob als Ritter, White Trash, Junkie oder Cowboy, ich habe ihm seine Rollen immer abgekauft und er hat mich nie enttäuscht.
So sehr ich mich auf den neuen Batman gefreut habe – das bittere Wissen, Heath in seiner letzten vollendeten Rolle zu sehen, wird vermutlich schwer auf mein Gemüt drücken. Im Alter von 28 Jahren abzutreten ist einfach zu früh. Ich bin dennoch dankbar, wenigstens auf einige Streifen zurückgreifen zu können, wenn mir mal wieder nach Heath ist. Nichts und niemand kann seinen Platz einnehmen.
So werden (leider) auch heute noch Legenden geboren.
No country for old men
Januar 25, 2008

Na, sieh mal einer an.. die Gebrüder Coen, verantwortlich für Spass-Granaten wie „The big Lebowski“ oder „O brother where art thou“ lassen die Gags mal in der Kiste und kommen mit einer gar düsteren Geschichte daher, in der ich endlich mal einen gelungenen Auftritt eines Bad Guys erleben darf. In den Rollen: Josh Brolin, der für mich immer mehr zu einer der lässigsten, coolen Säue Hollywoods wird, Tommy Lee Jones, die Mutter aller Arschgesichter (im positiven Sinn!) und Javier Bardem, den vermutlich kein Schwein kennt. Großer Fehler.

Kurz umrissen geht es in dem guten Stück um einen Wilderer (Josh), der zufällig über einen Koffer mit 2 Millionen Dollar stolpert und ab sofort einen echt verdammt fiesen Typen (Javier) an der Backe hat, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, das Geld wiederzubesorgen und der gar fürchterliche Sachen mit einer Art Propangasflasche anzustellen weiß. Der örtliche Sheriff beschließt daraufhin zu retten, was zu retten ist.

Gute zwei Stunden lang fiebert man mit und hofft, dass Josh mit der Kohle davon kommt. Was Javier hier an Gemeinheiten auffährt ist wirklich allererste Sahne. Schon lange habe ich mich beim Anblick eines Bösewichts nichtmehr so gegruselt. Das Tempo des Films ist eher gemäßigt, was einem genug Zeit läßt auf die Details am Rande und einige großartig gefilmte Szenen zu achten. Das Ende ist dann etwas unkonventionell, aber genau meins. Mal wieder ein Klasse Beispiel dafür, dass nicht alle Hollywoodproduktionen die 08/15 Schiene fahren.
Wer kantige Stories mit maulfaulen Helden, großartig gemeinen Schurken und einem in die Jahre gekommenen Sheriff mag, wird hier bestens bedient.
imdb rating: 8,7 – Link

Eastern Promises
Januar 23, 2008

Okay, beginnen wir die Sache mal mit diesem netten Filmchen von Herrn Cronenberg. Eastern Promises entführt uns in die Welt der russischen Mafia in London. Naomi Watts, Viggo Mortensen, Vincent Cassel und Armin Müller-Stahl sind Namen, die mich auf jeden Fall überzeugen, mir einen Film anzusehen. Dafür, dass es um finstere Geschäfte geht, fließt erstaunlich wenig Blut in dem Film, was mal eine nette Abwechslung ist. Natürlich bis auf die Szene in der Sauna. Ja, meine Herren, so muss eine kantige Fetzerei aussehen! Und man erhascht sogar den einen oder anderen Blick auf Viggo’s Fleischpeitsche, was neben seiner absolut hammergeilen Frisur, Grund genug sein dürfte, seine Frau/Freundin/schwulen Partner zu überreden, sich den Film ebenfalls anzusehen. Vincent und Viggo spielen ihre russischen Rollen ziemlich überzeugend, zumindest klingt das, was sie auf russisch sagen, doch ziemlich authentisch für mich, aber was zum Teufel verstehe ich schon von der russischen Sprache?
Der Film beginnt damit, dass eine junge Frau ein Kind zur Welt bringt und Naomi Watts, die eine Krankenschwester oder Ärztin (hab ich nicht so gecheckt) spielt, will nach dem Tod der Mutter herauszufinden, was passiert ist und wo die nächsten Verwandten des Mädchens zu finden sind. Ihr Weg führt sie direkt in ein Restaurant, wo Armin Müller-Stahl, ein russischer Gangster das Sagen hat. Vincent spielt seinen einfältigen Sohn und Viggo den Chauffeur, der sich um dies und das kümmert. Ein Tagebuch spielt auch eine wichtige Rolle und schon wird alles kompliziert.
Nun, ich weiß nicht wirklich, was ich von diesem Stück halten soll. Die schauspielerischen Leistungen überzeugen absolut, aber irgendwie fehlt mir irgendeine Zutat, die diesen Film für mich wertvoller macht. Ist es das Ende, dem man vorwerfen könnte, einen mit viele offenen Fragen zurückzulassen? Ist es die tatsache, dass der Bad Guy am Ende nicht die Hucke vollgehauen bekommt? Scheiße, keine Ahnung!
Tatsache ist, dass ich mich eineinhalb Stunden ganz gut unterhalten, aber mittlerweile auch schon die Hälfte von diesem Film wieder vergessen habe. Viggo überzeugt volles Rohr und Vincent hätte ich viel lieber etwas verrückter und psychopathischer erlebt. Naja, und Armin mit seinem beknackt-peinlichen deutsch-englischen Akzent ist halt Armin. Besser kann er es halt nicht.
Alles in allem Durchschnittsware.
imdb rating: 7,9 – Link

Neues Jahr, neues Glück..
Januar 10, 2008
Fette Headline, obwohl.. Jänner ist schon zur Hälfte vorbei. Ich sitze daheim im Wohnzimmer, nach Konsum von vier Folgen „Californication„. Ich sitze also da und zieh’ mir diese verdammt gelungene Serie rein, als es irgendwo in meinen verstaubten Gehirnwindungen „Ürps!“ macht. Ich hab’ doch einen Blog. Ich sehe doch Filme. Also schreibe ich in meinem Blog zukünftig über die Filme, die ich sehe. Ganz einfach! Wen das interessieren soll? Wen interessiert’s?! Was ich davon habe? Gar nichts! Gibt es tausende Blogs mitgeisreicheren, kompetenteren, witzigeren Kommentaren über die großartige Welt der Filme? Vermutlich, aber wen juckt’s..
Das neue Motto (ja, es stammt nicht von mir) dieses Blogs und auch meines Umgangs mit selbigem ist somit klar:
I’m gonna rock out with my cock out!
Stay tooned!