In the Valley of Elah
Februar 29, 2008
Also, echt.. jedesmal wenn ich mir einen Film mit Tommy Lee Jones reinziehe frage ich mich, wie ein Schauspieler es schafft, ständig mit einem angepissten Gesicht durch die Gegend zu laufen und dennoch jedesmal eine astreine schauspielerische Leistung zu liefern. Ich liebe diesen Typen einfach! Diesmal erzählt uns Regisseur Paul Haggis, der uns schon das sehr gute Crash bescherte, eine Geschichte über Familie, Verlust und den Krieg in Irak.
Worum geht’s: Der ehemalige Berufssoldat Hank Deerfield (Tommy Lee Jones) versucht die Gründe für das Verschwinden seines Sohns Mike zu erforschen, der erst kürzlich von einem Irak-Einsatz zurückgekehrt ist, wobei ihm die Polizistin Emily Sanders (Charlize Theron) behilflich ist. Also ein weiterer Film, der das Thema Irak-Krieg behandelt. Schon wieder. Hm.

Dennoch überzeugt der Film. Nicht zuletzt dank Tommy, der hier die Last des Films zu 90% alleine trägt. Es ist einfach beklemmend ihm und seiner Frau Joan (Susan Sarandon) dabei zuzusehen, wie sie verzweifelt versuchen, ihren Sohn zu finden. Überhaupt fühlt man sich die ganze Zeit über so, als müsse man auf dem Sprung sein – als würde gleich etwas Schlimmes passieren. Dieses Gefühl schleicht sich von hinten an und lässt einen für die ganze Dauer des Films nicht mehr los, bis hin zur tragischen Auflösung, die einem mal wieder auf drastische Art und Weise zeigen soll, wie bescheuert Krieg doch ist und was sie aus jungen Männern macht.

Ein guter Film mit einem, wie immer, guten Tommy Lee Jones in einem durchwegs gemächlichen Tempo, was sich aber nicht unbedingt nachteilig auswirkt.
imdb-Rating: 7,6 – Link

Dan in Real Life
Februar 29, 2008
Der Teufel soll mich holen, wenn ich mich noch daran erinnern kann, wann ich Steve Carrell das erste mal in einem Film gesehen habe. Ich glaube, es war das erste Mal in Bruce Almighty, wo er bereits Jim Carreys Gegenspieler gab. Oder vielleicht doch in einem früheren Film? Wer weiß. Tatsache ist, der Typ ist echt witzig. Naja, zumindest finde ich ihn ganz witzig. Andererseits finde ich aber auch Kot in S-Form zum Brüllen. Die letzten zwei Filme, in denen ich ihn gesehen habe, waren Evan Almighty (Buh!) und Little Miss Sunshine (Aah!). Scheint, als hätten wir hier mal wieder einen Komiker, der auch etwas ernstere Töne anschlagen kann. Ein Spagat, der nicht immer einfach ist und an dem sich Mister Carrey seit langem die Zähne ausbeisst. Diesmal ist das Künststück aber mehr als gelungen.

Worum geht’s: Der Witwer Dan Burns (Steve Carrell) fährt mit seinen drei Töchtern auf ein Familienwochenende. Im örtlichen Buchladen läuft ihm die bezaubernde Marie (Juliette Binoche) über den Weg, in die er sich Hals über Kopf verliebt.Wirklich verdammt dumme Sache, denn als er seiner Familie von dieser tollen Frau berichten will stellt er fest, dass es sich bei ihr um die neue Freundin seines Bruders handelt..

Also, ich will nicht lange herumschwulen – diesen Film sieht man sich einfach gerne an. Man wünscht sich so sehr, dass Dan mit Marie zusammensein kann und leidet ebenso unter den Umständen die verhindern, dass die beiden ein Paar werden. Zum Drüberstreuen gibt’s natürlich auch noch ein paar legendär-lustige Szenen und fertig ist ein wirklich netter Kino-Abend. Nun.. vielleicht nicht so nett wie ein Abend mit der hinreissenden Juliette Binoche, aber immer noch ganz brauchbar.
imdb-Rating: 7,4 – Link

Freud – Sex You Again
Februar 26, 2008
John Rambo
Februar 25, 2008
So. Hab’ mir John Rambo angesehen. Wow. Ich meine.. aber hallo! So voll in echt.. so richtig.. mit ohne Spaß. Ich weiß ja nicht, was andere.. aber hier.. also.. so BÄM, Alter! Mir fehlen irgendwie die Worte, ich weiß auch nicht..
Worum geht’s: Rambo führt eine Truppe Söldner aus Thailand nach Birma um christliche Missionare und Mediziner befreien, die im Gefängnis auf ihre Hinrichtung warten. Ende.

Also, ich war ja wirklich skeptisch, aber was der gute Sly hier abliefert ist einfach… das derbste, was ich in letzter action- und goremäßig gesehen habe. Wem sich hier nicht zumindest ein oder zweimal vor Abscheu die Zehennägel hochklappen, kann kein normaler Mensch sein. Selten habe ich mich so über herumfliegende Körperteile gefreut wie hier. Als Bonus kriegt man auch einen gealterten, aber dennoch immer noch verdammt überzeugenden Stallone zu sehen, der mich bereits nach den ersten drei Fuck’s auf seiner Seite hatte. Hier wird nicht versucht auf gut Freund mit irgendwelchen Birkenstockschlapfen tragenden Körndlfressern zu werden, die bei irgendwelchen Zensurbehörden möglicherweise was zu sagen haben. Hier gibt’s einfach nur mörderisch was auf die Goschn!

Jeder, der den ersten Rambo mochte, wird diesen, zugegebenermaßen verdammt blutrünstigen, vierten Teil lieben. Was der Trailer vor einem halben Jahr versprach, wird gehalten, ohne Rücksicht auf zartbesaitete Zeitgenossen. Bravo, bravo und noch einmal bravo! Zum fünften Teil sehen wir uns wieder.
imdb-Rating: 7,8 – Link

The Darjeeling Limited
Februar 21, 2008
Jason Schwartzman. Ich würde dem Typen am liebsten eine scheuern. Fummelt er doch einfach so mir nichts, dir nichts eine pudelnackte Natalie Portman ab. Waas?! Ihr habt Hotel Chevalier nicht gesehen? Besorgt euch ds Teil irgendwoher und zieht euch danach The Darjeeling Limited rein. Dieser Streifen gehört sicher zu den schrägsten/lässigsten Filmen, die ich seit langem gesehen habe. Adrian Brody, Owen Wilson und Jason Schwartzman sind einfach ein grandioses Trio, dem man eineinhalb Stunden lang vorwiegend grinsend zusieht.

Worum geht’s: Die Gebrüder Whitman – Francis, Peter und Jack Whitman – treffen sich in Indien um mit dem Darjeeling Limited Express durch das Land zu reisen, sich selbst und nebenbei auch die Mutter zu finden, die Amerika fluchtartig verlassen hat. Ende. Klingt lahmarschig oder gar langweilig? Weit gefehlt! Was Wes Anderson hier an skurrilen und witzigen Szenen und Dialogen auffährt ist einfach nur großartig und die Chemie zwischen den drei Hauptdarstellern kann man einfach nur als magisch bezeichnen.

Es fällt mir wirklich schwer mehr über den Film zu erzählen, weil man jeder Menge Eindrücke ausgeliefert ist und mit dem registrieren kaum nachkommt und ehe man „Indira Ghandi“ sagen kann, ist der farbenfrohe Zauber auch schon wieder vorbei. Deswegen halte ich auch schon das maul und empfehle jedermann und frau, in sich zu gehen und sich diesen Film anzusehen. Jetzt! Auf geht’s!
imdb-Rating: 7,8 – Link

We own the night
Februar 14, 2008
Joaquin Phoenix. Der junge Bruder von River Phoenix. Der Typ mit der gespalteten Oberlippe und der Mann, der uns den Johnny Cash gemacht hat. Ich mag den Typen. Auch wenn er wie in Gladiator ein Arschloch von einem Cäsaren spielt oder in Signs den debilen Bruder von Mel Gibson, der Mann hat einfach Charisma. Diesmal verschlägt es ihn in die Welt der Polizisten New Yorks.

Worum geht’s: Bobby Green (Joaquin Phoenix) ist Manager eines erfolgreichen Nachtclubs in New York, das sich in russischer Hand befindet. Als ihn sein Bruder Joe (Mark Wahlberg) und Vater (Robert Duvall), beide bei der N.Y.P.D., eines Tages bitten ihnen bei Ermittlungen gegen einen russischen Drogendealer zu unterstützen und er ablehnt, ahnt er noch nicht, welche Konsequenzen diese Entscheidung für sein Leben und das seiner Familie haben wird.

Zwei Brüder, auf unterscheidlichen Seiten des Gesetzes.. nicht wirklich revolutionär, die Idee. Dennoch vermag dieser Thriller zu fesseln. Sei es nun die grandios gefilmte Verfolgungsszene im Regen oder die anfängliche Hilflosigkeit Bobby’s angesichts der auf ihn einprasselnden Ereignisse, man sieht gebannt zu und wünscht sich, dass alles gutgeht. Marky Mark setzt mal wieder seinen einzigen Gesichtsausdruck auf, glänzt aber trotzdem wie immer. Was für ein verdammt weiter Weg vom Calvin Klein Unterhosenmodell zu dieser Rolle! Naja und vor Robert Duvall kann man sowieso nur den Hut ziehen, dass er all die Jahrzehnte eine solide Leistung nach der anderen bringt. Alles in allem gibt der Film einen ganz guten Einblick in die Arbeit der New Yorker Polizei, zumindest für mich als Laien.

Ich finde, Joaquin wird mit jedem Film besser. Optisch unterstützt wird die alte Hackfresse, die tatsächlich ein Jahr jünger ist als ich aber um soo viel älter aussieht, übrigens von der umwerfenden Eva Mendes, die seine Freundin gibt. Alleine für die Anfangsszene wo man ihre Nippel sieht, sollte man sich ein Kinoticket gönnen. Naja und schauspielen kann die gute Dame auch..
imdb-Rating: 7,3 – Link

The heartbreak kid
Februar 13, 2008
Die Farrelly Brüder sind bekannt für ihre legendären Komödien (Dumm und Dümmer, Kingpin, Verrückt nach Mary). Im letzteren hatten sie auch schon die Möglichkeit Ben Stiller nach allen Regeln der Kunst von einer peinlichen Situation in die nächste schlittern zu lassen. Auch diesmal kriegt der gute Ben ordentlich was vor den Latz geknallt.
Worum geht’s: Nachdem ihm sein bester Freund und sein Vater (Jerry Stiller) ständig in den Ohren liegen, sich doch endlich mal eine Frau zu suchen, beschließt Eddie Cantrow (Ben Stiller) nach wenigen Wochen die gutaussehende, witzig, sexy Lila (Malin Akerman) zu heiraten. Dummerweise entpuppt sich selbige auf ihrer Hochzeitsreise in Mexiko als komplett gestörte Tussi, die beim Verkehr schon mal die Faust ausfärt. Zu allem Unglück verliebt sich Eddie auch noch in die gutaussehende (Michelle Monaghan), was ihn in einer verdammt ungute Situation bringt.

Eines ist klar – Ben Stiller ist perfekt für Rollen dieser Art und beweist hier erneut, dass er der King der peinlichen Kino-Momente ist. Was der Gute hier erdulden muss, ist teilweise echt haarsträubend und hat mich echt verdammt gut unterhalten. Positiv sollte ich noch erwähnen, dass sich die Gebrüder Farrelly nichts geschissen haben und auch ein paar Titten-Szenen im Film eingebaut haben, was ihnen scheinbar ein R-Rating eingebracht haben dürfte, wodurch sie sich natürlich auch nicht mehr um diverse „Shit“ oder „Fuck“Asudrücke kümmern mussten, die meiner Ansicht nach jedem Film um Hausecken mehr Authentizität verleihen.

Dass das gute Stück auch etwas untypisch endet ist wieder mal ein Beweis dafür, dass die Farrelly’s einfach ein verdammt gutes Händchen fürs Geschichtenerzählen haben.
Bros before hoes, baby! Broes before hoes!
imdb-Rating: 5,9 – Link

Disturbia
Februar 13, 2008
Ich muss gestehen: dafür, dass ich Kinofilme liebe, habe ich noch keinen einzigen Alfred Hitchcock Film gesehen. Naja, von Psycho hab ich immer wieder Bruchteile zu Gesicht bekommen, aber fertig gesehen habe ich das Teil noch nie. Auch „Das Fenster zum Hof“ habe ich nie gesehen, bin dann aber doch Cineast genug um zu wissen, dass es sich bei Disturbia um ein Remake des Klassikers mit James Stewart und Grace Kelly handelt.
Worum geht’s: Nachdem Kale (Shia LaBeouf) seinem Spanischlehrer eins auf die Fresse gibt, verurteilt ihndas Gericht zu Hausarrest. Genau, das ist die lustige Variante von Knast, wo man zuhause rumhängen und sich den Wanst vollfressen kann, anstatt sich im Gefängnis ass-rapen zu lassen. Ds Dumme ist nur: Man darf eine bestimmte Entfernung zum Haus nicht überschreiten weil sonst die Polizei erscheint und schimpft. Oder so.

Vom Gesetz dazu verdammt in den eigenen vier Wänden zu versauern, gibt sich Kale der guten alten Kunst des Spannens hin. Welch Grauen, als er plötzlich herausfindet, dass es sich beim Nachbarn Robert Turner (David Morse) um einen gesuchten Serienkiller handeln könnte, der reihenweise junge Damen ausweidet. Natürlich unterstützen weder seiner Mutter Julie (Carrie-Anne Moss) noch die geile Schnitte vom Nachbarhaus (Name uninteressant, da Figur und Gesicht wie tausend andere Starlets) Kale’s verrückte Spinnereien. Somit bleibt Kale nur mehr die Möglichkeit auf eigene Faust und mithilfe seines Freundes Ronnie (Aaron Yoo) herauszufinden, was Sache ist.

Nun, spannend war der Film schon. Echt. Ja, wirklich. Aus irgendeinem Grund kann ich Shia auch ganz gut leiden. Irgendwie wirkt er authentisch und auch hier spielt er seine Rolle wirklich verdammt überzeugend. Ich finde es leider nur schade, dass auchin Diturbia mal wieder kein fieser Fiesling zum Einsatz kommt, wbei die Rolle des Robert Turner ja geradezu danach schreit. David Morse wirkt jedoch viel zu zahm und brav. Hier hätte ein gegen die Rolle besetzter Schauspieler wahre Wunder wirken können. Aber mich fragt ja keine Sau..

Egal, wer sich 1:45 h lang die Fingernägel bis zum Anschlag runterkauen will, ist mit Disturbia ganz gut bedient. Wer sich auch noch die Zehennägel vornehmen möchte, sollte beim Original bleiben. Das soll ja soo spannend sein..
imdb-Rating: 7,1 – Link

Mr. Woodcock
Februar 13, 2008
Ich mag Billy Bob Thornton. Erstens hat er Angelina Jolie geknallt und zweitens ist er einfach ein cooler Hund. Ich mag auch manche Filme mit Billy Bob Thornton, so wie Slingblade, The man who wasn’t there, Monster’s Ball oder Bad Santa um einige zu nennen. Mr. Woodcock mochte ich nicht wirklich. Das liegt zum einen4 an der echt lahmarschigen Story, aus der man sicher um einiges mehr hätte herausholen können und zum anderen leider auch an Billy Bob, der hier einfach nur auf Sparflamme dahinköchelt, auch wenn sich einige seine Wuchteln durchaus sehen lassen können.
Worum geht’s: John Farley (Seann William Scott) kehr nach Jahren in seine Heimatstadt zurück um seine Mutter (Susan Sarandon) zu besuchen. Bestürzt muss er feststellen, dass sie mit seinem ehemaligen fiesen Turnlehrer Mr. Woodcock (Billy Bob Thornton) ausgeht und ihn demnächst heiraten wird. Kein Thema, dass John, der in seiner Kindheit Lieblingsziel von Mr. Woodcocks Gemeinheiten war alles dransetzt, das Paar zu trennen.

Was sich als nette Komödie anläßt, stinkt ab der Mitte immer mehr ab und es scheint, als hätten die Filmemacher nicht genug Eier in der Hose gehabt, Billy Bob’s Rolle oder der Story mehr Pep zu verpassen um die Sache etwas interessanter zu machen. So beschränkt sich Billy auf’s böse schauen, „Stiffler“ hampelt mal wieder herum wie in all seinen Filmen seit American Pie und Susan Sarandon ist.. naja, halt Susan Sarandon. Die Dame hat in der Rocky Horror Picture Show mitgemacht, ich hätte Angst vom Blitz erschlagen zu werden, sobald ich was Gemeines über sie von mir gebe.

Nun, wie auch immer, der Film unterhält so halbwegs, die erwähnten Sprüche zaubern einem ein paar Sekunden lang ein Grinsen ins Gesicht, ansonsten kann man sich diesen Streifen getrost schenken. Leider.
imdb-Rating: 5,1 – Link

Into the wild
Februar 10, 2008
Sean Penn. Einer meiner Lieblingsschauspieler, der in „State of grace„, meinem Lieblingsfilm überhaupt mitspielt. Ein großartiger Schauspieler, der ebenso großartige Filme inszeniert hat wie „The Indian Runner„, „The Crossing Guard“ oder „The Pledge„. Ich weiß nicht, was genau mich an diesem Mann fasziniert, Tatsache ist, dass ich mich seiner Arbeit einfach nicht entziehen kann, sei es nun als Schauspieler oder Regisseur.

„Into the wild“ ist eine weitere Regiearbeit, in der die (wahre) Geschichte von Christopher McCandless erzählt wird, einem jungen Mann, der all sein Erspartes einem wohltätigen Zweck spendet, sein Zeug packt und sich auf den Weg nach Alaska macht um dort in Einklang mit der Natur herauszufinden, wie es ist, richtig zu leben. Emile Hirsch, der mir schon in „Lords of Dogtown“ oder „Alpha Dog“ aufgefallen ist, spielt den Tramper äußerst überzeugend. Auch wenn ständig zwischen Gegenwart und Vergangenheit hin und hergesprungen wird, taucht man doch schnell in die Geschichte ein und versucht irgendwie nachzuvollziehen, warum „Alexander Supertramp“ sich für ein Leben in totaler Abgeschiedenheit entscheiden mußte, das ihm letzten Endes den Tod in Form von Verhungern gebracht hat.

Die Story fesselt halbwegs, ja. Aber um ehrlich zu sein frage ich mich schon, warum man sich durch zweieinhalb Stunden Film durchkämpfen muss, um Chris endlich sterben zu sehen. Das Ende steht ja von Anfang an fest, keine Frage. Aber ich finde, man hätte durchaus die eine oder andere Einstellung weglassen und den Film dadurch etwas straffen können. Zugegeben, die Landschaftsaufnahmen sind teilweise echt spektakulär, aber nachdem man zum hundertsten Mal gesehen hat, dass Chris auf einer Landstrasse entlangspaziert und den Daumen raushält, dürfte auch der letzte Vollidiot endgüktig den Wink mit dem Zaunpfahl kapiert haben, dass es sich um eine Reise handelt.
Wie auch immer, bis auf die Länge des Films habe ich eigentlich nur wenig zu bemängeln. Die Nebenrollen sind solide besetzt, wobei William Hurt und Vince Vaughn neben dem Oldtimer Hal Holbrook die bekanntesten Gesichter sein dürften. Die Story arbeitet sich auf das unvermeidbare Ende zu, ehe wir mit dem Gefühl entlassen werden, an unser em Leben irgendwie nur teilzunehmen, anstatt es in die richtigen Bahnen zu lenken. Naja, zumindest ging es mir so.
imdb-Rating: 8,2 – Link

