The Bank Job

April 11, 2008

Worum geht’s: Terry Leather (Jason Statham) und einige Kleinganovenfreunde von ihm leeren auf einen Tipp hin den Tresorraum einer Londoner Bank. Dummerweise befindet sich unter der Beute kompromittierendes Fotomaterial. Die Folge: eine Katz und Mausjagd zwischen Terry’s Bande, diversen Geheimorganisationen und Gangsterbossen, die über Leichen gehen um wieder an den Inhalt ihrer Schliessfächer zu kommen.

Der Film basiert auf einer wahren Gegebenheit. Scheinbar dürfte sich Beginn der 70′er Jahre ähnliches in London abgespielt haben. Was einem sofort auffällt: der wirklich verdammt coole Look aus dieser Epoche. Kleidung, Autos, Frisuren, alles sieht einfach authentisch aus und trägt verdammt viel dazu bei, dass man 35 Jahre in die Vergangenheit reist um sich von dieser geilen Räuber und Gendarm Story mitreißen zu lassen.

Jason Statham ist einfach ein verdammt cooler Hund, da fährt die Eisenbahn drüber. Wie schon in Lock, Stock & two smoking Barrels, Snatch oder Crank verleiht er seinen Rollen eine Intensität, die mich immer wieder beeindruckt. Nur damit keine Mißverständnisse aufkommen: TBJ ist keine Komödie. Da werden schon mal Leute gefoltert bzw. erschossen, gelacht wird eher selten. Dafür bekommt man echt solide Spannung geliefert. Für einen Film der London der Siebziger spielt, eine echt passable Leistung.

Mitreißendes Spannungskino zum Fingernägel vernichten.

imdb-Rating: 7,8 – Link

Dexter – Season 1

April 9, 2008

Worum geht’s: Dexter Morgan, ein etwas seltsamer, aber liebenswerter Kerl, der bei der Miami Polizei als Forensiker arbeitet und auf Blut spezialisiert ist, entpuppt sich als Serienkiller, der es auf böse Menschen abgesehen hat. Als überall in der Stadt ausgeblutete und fein säuberlich drappierte Leichenteile auftauchen, beginnt ein Katz und Maus Spiel zwischen dem unbekannten Herausforderer, der bald als Ice-Truck-Killer Schlagzeilen macht und Dexter, der zu gerne herausfinden würde, wer da in seinem Territorium fischt..

Meine Güte, Kinder! Was da an geilen Serien auf dem nordamerikanischen Kontinent produziert wird, ist ja echt nicht mehr von schlechten Eltern. Dexter ist einfach der Kracher! Michael C. Hall, der allen Six feet under Sehern bestens bekannt sein dürfte, spielt den Serienkiller Dexter so verdammt überzeugend, dass es schon fast wehtut. Auch die restlichen Charaktere, wie Dexter’s Schwester Debra, der immer mies gelaunte und Lunte riechende Cop-Kollege Doakes, der sexsüchtige Masuka oder der einfältige, aber herzensgute Kollege Angel – alle runden das Gesamtding perfekt ab.

Zwölf Episoden lang begibt man sich auf die Reise und muss irgendwann erstaunt feststellen, dass die eigenen Sympatien einem Serienkiller gelten. Ich meine, wie abgefuckt ist das denn bitte? Und genau dsa ist das geile an Dexter. Man weiß, er macht schlimme Sachen, aber eben nur an Bad Guys. Er folgt Regeln, die ihm sein verstorbenen Vater und ehemaligen Cop harry Morgan (James Remar) gelehrt hat, der Dexter’s dunkle Seite früh bemerkte und ihn in die richtige Richtung lenken wollte.

Dexter’s 12 Episoden-Jagd auf den Ice-Truck-Killer, der Leichenteile in ganz Miami verstreut wie Konfetti, zählt meines Erachtens zum Besten, was es derzeit an Serien gibt. Spannung, Charme, Sex, harte Szenen, lustige Sprüche, alles da! Wer der englischen Sprache mächtig ist, sollte sich diese Serie nicht entgehen lassen, zumal es bereits eine zweite Staffel gibt und eine dritte angeblich in Planung ist. Wer Interesse hat (Season 1, Season 2)

Dexter owned einfach alles! Ansehen! Jetzt!

imdb-Rating: 9,1 – Link

The air I breathe

April 9, 2008

Worum geht’s: Basierend auf einer chinesischen Weisheit, die das Leben in die vier Bereiche Freude, Vergnügen, Leid und Liebe aufteilt, erzählt der Film die Geschichte eines Bankangestellten (Forest Whitaker), der bei einem Pferderennen sein Leben verspielt, eines Gangsters (Brendan Fraser), der in die Zukunft sehen kann, eines Arztes (Kevin Bacon), der die Liebe seinen Lebens (Julie Delpy) retten will und eines Popsternchens (Sarah Michelle Gellar), das in die Hände eines gierigen Mafiabosses (Andy Garcia) gerät.

Hm, hm und nochmals hm. Also das Ensemble an Schauspielern ist ja echt überzeugend, auch wenn ich mir verdammt schwer getan habe Brendan Fraser als nachdenklichen Mafiaschläger zu akzeptieren. Meiner Meinung nach die einzige Fehlbesetzung des Streifens. Andy Garcia ist souverän wie eh und je und auch alle anderen, der legendäre Kevin Bacon (der uns hier ein großartiges Puzzlestück für zukünftige kevin Bacon Spiele zur Verfügung stellt) inklusive.

Ich habe den Film, nachdem der Abspann lief, noch ein wenig Revue passieren lassen. Die Grundidee, mehrere Geschichten miteinander zu verweben ist ja nun nicht wirklich revolutionär. Auch hier wird einem im Grunde nicht wirklich etwas Neues geboten. Dennoch tragen alle Schauspieler dazu bei, dass man bei dieser eher vorhersehbaren Story bis zum Ende bei der Sache bleibt.

Kein Kracher, aber solide schauspielerische Leistungen nahezu aller Beteiligten.

imdb-Rating: 7,8 – Link

Cloverfield

April 7, 2008

Worum geht’s: Anhand eines gesichteren Tapes der amerikanischen Regierung werden wir Zeuge von Privataufnahmen eines Angriffs auf New York City.

Ich kann mich noch an den Teaser erinnern, der Ende letzten Jahres aufgetaucht ist und mich mit offenem Mund rätseln ließ, worum es sich bei dem damaligen, mysteriösen Titel „180108″ handeln könnte. Innerhalb kürzester Zeit wimmelte es im Netz von Seiten, die Mutmaßungen abgaben, worum es n dem Film gehen würde. Eines vorweg: Die Handlung ist weit unspektakulärer, als man erwartet. Man kriegt im Grunde nicht viel anderes zu sehen, als in Filmen wie Independence Day, Armageddon, The Day after tomorrow oder von mir aus Deep Impact – Pure Zerstörung.

Was Cloverfield allerdings für mich als hie-und-da-kamera-schwingenden Derwisch interessant macht, sind die verdammt authentisch rüberkommenden auf Handycam getrimmten Aufnahmen. Was da an Energie reingesteckt wurde, um die Shots verwackelt und real aussehen zu lassen, läßt sich nicht mal erahnen.

Auch wenn viele rumgemotzt haben, was Cloverfield nicht für eine Enttäuschung ist, halte ich den Film, ganz im Gegenteil, für einen Schritt in die richtige Richtung. Cloverfield bricht mit den üblichen Regeln des Films. Ein (mutiger) Versuch, etwas Abwechslung in den angestaubten Katastrophenfilmalltag zu bringen. Und ich finde, das Resultat (und auch das glorreiche Ende) kann sich wahrlich sehen lassen.

imdb-Rating: 7,8 – Link