Wanted
Juli 31, 2008
Worum geht’s: Der ewig gefrustete Bürohengst Wesley (James McAvoy) erfährt eines Tages, dass er der Sohn eines Profikillers und seines Vaters Spezialfähigkeiten geerbt hat. Als ihn ein gewisser Sloan (Morgan Freeman) der Kopf der „Bruderschaft“ durch die heisse Braut Fox (Angelina Jolie) kontaktiert und ihm anbietet, einer von ihnen zu werden um den Mörder seines Vaters zu erledigen, braucht er nicht lange überlegen…

Jössas, Kinder! Also das hier ist mal wieder so ein Fall, wo der Trailer echt Lust auf mehr macht, man sich lange auf den Film freut, sich denkt, das könnte mal wieder ein geiles Effektgewitter werden und dann… ist das Scheißding sogar noch um ein paar Ecken geiler als angenommen!

Hut ab, was einem hier nicht ganz zwei Stunden lang geboten wird ist einfach endgeil. Stylische Ballereien, haarsträubende Flugbahnen von Kugeln, die jedem Physiker die Zehennägel hochklappen lassen dürften, Verfolgungsjagden, Schlägereien, Messerstechereien, explodierende Köpfe, coole Sprüche, eine verdammt geile Angelina, ein supercooler Morgan Freeman, ein echt lässiger James McAvoy. Fuck, in diesem Film stimmt einfach alles!

Voraussetzung dafür, dieses geile Stück Kino zu genießen ist es jedoch, sich einfach zurückzulehnen und die teils haarsträubenden Actionszenen zu genießen, ohne sich ständig zu überlegen, wie um alles in der Welt dieser Scheiß den überhaupt möglich sein soll und ob alles wirklich Sinn macht. Nein, Kugeln, von zwei Waffen abgefeuert, die in der Mitte der Flugbahn aufeinandertreffen (zweimal!!!), das kommt ja gar nicht in die Tüte! Oder einfach nur das Stichwort Auftraggeber = Webstuhl. Ich sage Drauf geschissen! Wanted ist ohne Zweifel einer der lässigsten und optisch beeindruckendsten Filme, die ich dieses Jahr gesehen habe.
Fazit: Ansehen! Ansehen! VERDAMMT NOCHMAL, BEWEGT EUREN ARSCH UND SEHT EUCH DIESES TEIL AN!!!
imdb-Rating: 7,3 – Link

[Rec]
Juli 23, 2008
Worum geht’s: Ein spanisches Fernsehteam begleitet ein Feuerwehrteam auf einem Einsatz. Als die Truppe ein Wohnhaus betritt, wo es einen Zwischenfall mit einer alten Frau gab, wird das gesamte Gebäude plötzlich von den Behörden abgeriegelt und niemand kommt mehr hinaus. Als sich herausstellt, dass in dem Haus etwas Furchtbares vor sich geht, beginnt die fieberhafte Jagd nach einem Ausweg aus der Falle.

Also ich habe ja echt schon einige Horrofilme gesehen. Aber es ist immer wieder nett, sich einen reinzupfeifen, wo man keine Ahnung hat, worum es geht und es dann so richtig volle Kanne in die Fresse bekommt. Leider kann ich ncht allzu viel über die Story verraten um niemandem den Spaß zu verderben.

Tatsache ist, [Rec] ist einfach cool anzusehen. Wie schon „The Blairwitch Project“, „Cloverfield“ oder „Diary of the Dead“ erlebt man das Geschehen aus der Ego-Perspektive des Kamermanns. Im Gegensatz zu den genannten Titeln vermag [Rec] jedoch voll und ganz zu überzeugen, man wird das gefühl nicht los, einen Tatsachenbericht mitzuerleben, was zuletzt natürlich den großartigen Schauspielern zu verdanken ist.

Großes Kompliment auch an den Editor dieses Films, der es geschafft hat, minutenlange Sequenzen schnittlos erscheinen zu lassen. Trägt verdammt viel zur Authentizität bei und ist einfach saugeil anzusehen.
Fazit: Klasse Horrorstreifen mit einigen derben Schockmomenten.
imdb-Rating: 7,8 – Link

Felon
Juli 23, 2008
Worum geht’s: Als Wade Porter (Stephen Dorff) einen Einbrecher erschlägt, landet er überraschenderweise im Knast. Dort muss er einige unschöne Entscheidungen treffen um überleben und wieder zu seiner Familie zurückkehren zu können. Als der ewig einsitzende John Smith (Val Kilmer) in Wade’s Zelle einzieht, lernt er einiges über das amerikanische Justizsystem.
Ich hatte immer schon was übrig für Knastfilme. Ich finde auch Stephen Dorff ganz okay und Val Kilmer ist trotz dem einen oder anderen Rohrkrepierer auch immer wieder gut für brauchbare Filme. Felon bietet im Grunde alles, was ein Knastfilm braucht: fiese Wärter und einen einzigen menschlichen unter ihnen, fiese Insassen, einer schlimmer als der andere, die todunglückliche Frau die „gemeinsam mit ihrem Mann Zeit absitzt“, den alten Hasen, der immer wieder gute Tipps auf Lager hat und natürlich den tragischen Helden, der „nur seine Zeit in Ruhe absitzen will“ und den man dies aber leider nicht lässt.
Somit wäre eigentlich auch schon alles über diesen Film gesagt. Klingt jetzt vielleicht so, als wäre er schlecht, ist er aber gar nicht mal so. Mein Problem war einfach nur, dass er einfach zu vorhersehbar ist und somit relativ unspektakulär. Es wird zwar solides Schauspielhandwerk geboten, das war’s dann aber auch schon wieder.
Fazit: Vorhersehbarer Knast-Film mit netten Prügeleinlagen und einem fetten Val Kilmer mit Killer-Goatee.
imdb-Rating: 7,9 – Link

Harold an Kumar escape from Guantanamo Bay
Juli 17, 2008
Worum geht’s: Kurz nach der Handlung des ersten Teils folgen Harold und Kumar Harold’s neuer Flamme nach Amsterdam. Dummerweise werden sie im Flugzeug für Terroristen gehalten, was ihnen kurzerhand einen Aufenthalt im gefürchteten Guantano Bay beschert. Ehe sie dort das berüchtigte „Meat Sandwich“ eines Wärters genießen dürfen, eröffnet sich die Möglichkeit zur Flucht, die sie natürlich sofort ergreifen. Sie treten die lange Reise zurück nach Amerika an um sich von den falschen Beschuldigungen reinzuwaschen, während sich ihnen die Behörden an die Fersen heften.

Okay, das kann man echt getrost kurz und knackig halten. Wer den ersten Teil (Harold and Kumar go to Whitecastle) gesehen hat, weiß auch hier, was ihn erwartet. Jede Menge beknackter Sprüche, Titten, Muschis, kranke Typen, irre Situationen und der göttliche Neal Patrick Harris aka Doogie Howser.

Dieser Film ist ein Road Trip, der es in sich hat. Auch wenn Teil zwei im Vergleich zu Whitecastle etwas abstinkt, gab es doch immer wieder Hammerszenen, die mich von der Couch gefetzt haben. Die schauspielerischen Leistungen der Beiden sind beschissen wie gehabt, das tut dem Spaß aber keinen Abbruch. Harold and Kumar ist die Art von Film, die man sich mit ein paar Kumpels reinpfeift, nachdem man sich die Hucke weggesoffen, oder wie in diesem Fall eher angebracht, weggeraucht hat.

Fazit: Hirn auf Halbmast und genießen. Harold and Kumar are the Shizzle!
imdb-Rating: 7,3 – Link

Never back down
Juli 17, 2008
Worum geht’s: Nach dem Tod seines Vaters prügelt sich Jake (Sean Farris) gerne. Nach einem erneuten Umzug in eine neue Stadt gerät Jake in den Sog einer Untergrundbewegung, die sich fightclubmäßig in Hinterhöfen die Scheiße aus dem Leib prügelt. Der charismatische Ryan (Cam Gigandet) der die Szene dominiert hat von Jake’s Ruf als Schläger gehört und möchte klarstellen, wer hier das Sagen hat.

Nun.. was soll ich sagen – schon als Karate Tiger 1986 rauskam, konnte ich nicht anders, als mir diesen vorhersehbaren, stupiden Film ankucken. Warum? Weil ein Außenseiter die Fresse vollgehauen bekommt, sich einem derben Training unterzieht und danach den Bad Guy unglaubwürdigerweise aber sowas von aus den Shorts haut, dass diesem noch wochenlang die Hoden brummen dürften. Sowas sieht man sich einfach gerne an!

Tatsache ist: es hat sich seit damals eigentlich nichts getan. Ich bin die ganze Zeit am Überlegen, ob das gut ist oder schlecht. Natürlich, die Story von „Never back down“ kommt nicht ganz so beknackt daher, die Mädels sehen allesamt zum Anbeissen aus und die Jungs haben Sixpacks, wo man als Mann einfach nur weinend zusammenbricht und hoch und heilig verspricht ab morgen ins Fitnesscenter zu gehen. Aber reicht das heutzutage aus?

Ich sage, es reicht! Wenn man sich so einen Streifen ansieht, dann gehört man zu den Menschen, die auf Kampfsportarten stehen. Man darf sich keine hochtrabenden Dialoge oder schauspielerischen Leistungen erwarten, obwohl Djimon Hounsou (Gladiator) als Trainer Jean Roqua durchaus überzeugt. Was hier zählt, sind einzig und allein die Kampfszenen und die sind einfach Bombä, wie der gemeine Krocha so schön zu sagen pflegt.
Fazit: Schön anzusehen, egal ob Frauen, Männer oder Kämpfe. Den Ton kann man bei Bedarf aber ruhig weglassen.
imdb-Rating: 5,5 – Link

Before the Devil knows you’re dead
Juli 9, 2008
Worum geht’s: Andy (Philip Seymour Hoffman) hat Geldprobleme. Kurzerhand schlägt er seinem Bruder Hank (Ethan Hawke), der aufgrund einer Scheidung und dadurch bedingten Alimentenzahlungen notorisch an Geldmangel leidet, vor, den Juwelierladen ihrer Eltern auszunehmen. Eh alles versichert, ein todsicherer Job. Der Job läuft jedoch alles andere als perfekt und löst Ereignisse aus, welche die Brüder in Teufels Küche bringen.

Es gab einen Grund, mir den Film anzusehen: Philip Seymour Hoffman. Ich mag den Kerl einfach. Egal, was für eine abgedrehte Figur er verkörpert, seine schrullige Art und seine Originalstimme sprechen mich einfach an. Als ich während des laufenden Films dann auch noch mehrmals (!!!) Marisa Tomei’s (übrigens wunderschöne) Titten erblicken durfte, war ich überhaupt hin und weg.

Dies ist so ein Film, wo man von Anfang an weiß, dass alles irgendwie Scheiße laufen wird. Und wenn dann tatsächlich die Handlung den Scheißepfad einschlägt, sagt man sich „Scheiße, ich hab’s ja geahnt!“ und suhlt sich in dem Gefühl, gottseidank nicht an der Stelle dieser zwei Pfeifen zu stecken, die sich immer tiefer in die Scheiße reiten. Ich mag dieses Gefühl. Es erinnert mich an meiner Schulzeit. Aber das ist ein anderes Thema.

Die Stoy springt zwar immer wieder vor und zurück um alles aus verschiedenen Perspektiven zu zeigen und fügt sich erst zum Schluß zu einem Ganzen, aber man verliert eigentlich nie wirklich den Überblick, auch wenn ich die eine oder andere Information, die man auf diese Weise erhält durchaus weggelassen hätte, weil sie nicht unbedingt erforderlich ist. Aber wer bin ich schon..
Fazit: Beklemmende Geschichte mit tollen Darstellerleistungen und einem „Das war ja sooo klar!“-Effekt.
imdb-Rating: 7,5 – Link

Kung-Fu Panda
Juli 7, 2008
Worum geht’s: Der Panda Po träumt davon, Kung-fu Kämpfer und mit der legendären Truppe „The furious Five“ auf Achse zu sein um das Böse zu bekämpfen. Dumm nur, dass er Suppenkoch in der Nudelküche seines Vaters (ein Hahn) ist und auch noch ein kleines Gewichtsproblem hat. Als nach tausend Jahren endlich ein neuer Drachenkrieger bestimmt werden soll, der sich dem fiesen Bösewicht Tai Lung entgegenstellen soll, fällt die Wahl überraschenderweise auf Po, der sich dieser Aufgabe alles andere als gewachsen sieht.

Also, Dreamworks ist echt the shizzle! Was die Typen mit Shrek angefangen haben, führen sie mit Kung-Fu Panda dermaßen perfektioniert weiter, dass man eigentlich nur mit offenem Mund dasitzen und dabei dämlich grinsen kann. Wer glaubt, dass er hier ausschließlich Kinderkost serviert bekommt, irrt sich gewaltig. Dreamworks scheint, so wie Pixar, genau zu wissen, dass man diese Filme für die Erwachsenen machen muss, die daraufhin ihren Nachwuchs ins Kino zerren um eine Entschuldigung zu haben, sich solche Filme anzusehen.

Kung-Fu Panda sieht irre cool aus, hat eine sehr nette Story, witzige Gags und macht einfach rundherum Spaß. Wer des Englischen mächtig ist, sollte sich auf jeden Fall die Version reinpfeifen, da sich hier folgende Hollywoodgrößen ein akkustisches Stelldichein geben: Jack Black, Dustin Hoffmann, Angelina Jolie, Ian McShane, Jackie Chan, Lucy Liu und Seth Rogen.

Fazit: Perfekt animierter Kung-Fu-Spaß, der sich sowohl was Musik, als auch Optik betrifft, an die Kung-Fu-Knüller aus den Siebzigern bezieht und einfach Spaß macht.
imdb-Rating: 8,1 – Link

Hancock
Juli 7, 2008
Worum geht’s: Der ewig blaue Superheld Hancock (Will Smith) hat es geschafft: die Bevölkerung von Los Angeles hasst ihn, obwohl er die Bad Guys fängt. Dummerweise legt er dabei ständig die halbe Stadt in Schutt und Asche. Der PR Berater Ray Embrey (Jason Bateman), dem Hancock das Leben rettet, beschließt, das zu ändern und den gebeutelten Helden einer radikalen PR-Kur z unterziehen. Aber irgendwie scheint das seiner hübschen Frau Mary (Charlize Theron) gar nicht zu gefallen..

Nun, es gab mehrere Punkte, die gegen diesen Film sprachen, der gewichtigste unter ihnen: Will Smith spielt mit. Ich kann einfach nichts tun, jedes mal, wenn ich denke, dass der Kerl in einem halbwegs interessanten Film mitspielt, entpuppt sich das ganze im besten Fall als mittelschweres Fiasko, so wie zuletzt in der goldenen Himbeere „I am Legend„, das scheinbar doch noch sein Publikum gefunden hat, aber ich lasse mich so leicht nicht verarschen!

Wie auch immer, ich muss zugeben, dass mich Hancock doch überzeugen konnte. Will Smith schafft es sogar ein paar mal „Fuck“ zu sagen, ohne rot zu werden und bringt er die Rolle des Antihelden echt verdammt glaubhaft rüber. Auch Jason Bateman, der mir zuletzt in „The Kingdom“ positiv aufgefallen ist, kauft man seine Rolle ab, auch wenn er vielleicht einen Tick zu sehr auf Gut-Mensch macht. Naja, und dann ist da noch das Geschoss Charlize Theron, der ich ja ungeschaut und ohne wenn und aber Hundekot vom Stöckelschuh lecken würde und fertig ist ein Gespann, das den Film über die gesamte Länge trägt.

Die Special Effects sind ebenso vom Feinsten. Was die da rumfliegen, Autos und Kinder durch die Luft schmeissen, Güterzüge zum Stehen bringen, Hochhäuser zerdeppern und Krater im Asphalt hinterlassen, geht auf keine Kuhhaut mehr. Sieht alles sehr cool und echt aus, erste Sahne.
So bleibt mir eigentlich nichts anderes übrig, als diesem Streifen, obwohl Will Smith darin mitspielt, tatsächlich eine halbwegs positive Bewertung zu geben, zumal der Film auch mit einer durchaus interessanten Story aufwartet, die man so sicherlich nicht erwartet.
Fazit: Cooles Superheldenspektakel mit großartigen Zerstörungsszenen.. trotz Will Smith!
imdb-Rating: 7,0 – Link
